Samstag, 17. November 2007

Wolf Creek Crater



Heute haben wir den zweitgrößten noch sichtbaren Meteoritenkrater der Welt besucht. Ca. 60m tief und 800m im Durchmesser liegt er am Rande der Wüste. Nur wenige Kilometer von dort beginnen die Verbindungswege durch die großen Wüsten (Canning Stock Route, Tanami Road). Ich brauche nicht zu erwähnen, dass es heiß war ... doch überall lebt irgendwas, so z.B. der kleine Freund auf dem Foto.

Donnerstag, 15. November 2007

Bungle Bungles






Hier hatten wir Glück, denn der Park war eine Woche zuvor wegen Regens kurzzeitig geschlossen und erst vor 3 Tagen wieder geöffnet.

Von der asphaltierten Strecke führt eine nur langsam befahrbare Schotterstraße in den Nationalpark. Zunächst sieht es völlig anders aus, als man es sich vorstellt (die Bienenkorb-förmigen Formationen).

Und auch der nördliche Teil hat anderes zu bieten: Wanderungen durch tiefe Schluchten. Ganz extrem die Echidna Chasm; teilweise nur 1m breit aber über 100m hoch.

Der südliche Teil dann war wie man ihn aus Fotos kennt. Wirklich wunderschön und eindrucksvoll. Aufgrund der enormen Hitze und des schon wieder etwas gefüllten Flusses konnten wir die Übernacht-Wanderung aber nicht machen. Trotzdem hat es sich eindeutig gelohnt.

Dienstag, 13. November 2007

Gibb River Road (Ost)






Die berühmte Schotterstraße durch die Kimberleys verbindet Kununurra mit Derby kurz vor Broome. Doch obwohl die Straße selber noch befahrbar war (und sie ist in wirklich überraschend gutem Zustand - eigentlich sogar mit einem normalen PKW befahrbar), sind doch die meisten interessanten Seitenstrecken schon geschlossen. Nicht etwa weil es so viel geregnet hat, sondern weil die nunmal am 31.10. dicht machen und teilweise mit Gattern verschließen :(

So sind wir bis zum Pentecost River gefahren und haben dort gecampt. Durchquert haben wir ihn nicht, da er obwohl nicht sehr tief, doch mit gut 50m extrem breit ist. Ein prachtvoller Sonnenuntergang hat die Nacht eingeläutet.

Am nächsten Tag wollten wir dann auf einer Nebenstrecke nach Wyndham im Norden. Der Weg war zunächst extrem steinig (man hat ständig Angst um die Reifen) und verlief dann über endlose Ebenen aus Salzseen und Sumpfgebiet. Da es dort vor einigen Tagen schon mal geregnet hatte, war der Boden in einem der Salzseen noch recht schlammig. Die Oberfläche ist hart, bricht aber beim überfahren - schwer zu erkennen. Und prompt steckte ich als Führungsfahrzeug fest. Der wirklich schlechteste Ort für soetwas: brütende Hitze, kein Pflänzchen im Umkreis von zig Kilometern, mitten im Sumpfgebiet ... zu allem Überfluss konnte ich dann auch noch den Wagen nicht mehr starten - Komplettausfall der Elektrik samt Zündung! Auch die Sekundärbatterie schien tot zu sein. Also haben wir die Batterie aus dem anderen Wagen ausgebaut und bei mir angeschlossen. Letztendlich ging es dann irgendwann und es stellte sich heraus, dass lediglich die Verbindungsklemme korrodiert war - aber es waren bange Minuten. Auf dem Bild seht Ihr mich beim Reduzieren des Luftdrucks; anschließend kam ich dann auch aus eigener Kraft wieder frei :)

Später konnten wir dann nach Umfahren des Matschsees die "Straße" (die Reifenspuren) nicht mehr finden und mußten nach einer halben Stunde suchen umkehren - alles in allem ein Desaster und Abenteuer ;)

In Wyndham waren wir beim "Five River Lookout", aber sonst gab's dort außer billigem Sprit nicht viel.

Sonntag, 11. November 2007

Keep River NP




Diesen Nationalpark habe ich alleine besucht, da Henrik und Mario nach zwei Reifenpannen nicht mehr auf Nebenstrecken gehen konnten und direkt ins 50km entfernte Kununurra durchgefahren sind.

Dass ich alleine dort war, ist fast woertlich zu nehmen. Ausser einem Auto, das den Park verlies als ich dort einfuhr und einem anderen das einfuhr als ich auf dem Weg zurueck zum Highway war, bin ich dort keiner Menschenseele begegnet. Nicht auf den Wanderungen, nicht auf dem Campingplatz - ich hatte einen ganzen Nationalpark fuer mich allein :-)

Und er war wirklich wunderschoen: abwechslungsreich, schoene Sandsteinformationen, manchmal sogar schon recht gruen. Und ich habe dort die wohl bisher schoenste Wanderung in der Morgensonne gemacht; die Aufstiege im Schatten der Felsen.

So, die Jungs draengeln schon wieder - ich muss weiter ...

Samstag, 10. November 2007

Gregory NP




Urspruenglich hatten wir geplant, an einer schoenen Schlucht zu campen und nach einem Morgenspaziergang eine Allradstrecke durch den Park zu fahren. Doch leider war die Strecke aus unerfindlichen Gruenden gesperrt. Wir sind zwar ein paar Kilometer davon gefahren, sind dann aber doch wieder umgedreht.

Noch schlimmer war jedoch, dass Hendrik und Mario wirklich Riesenpech hatten und heute einen ihrer Reifen geradezu zerfetzt haben - und das obwohl diese eigentlich wesentlich besser als meine sind. Der "Witz" an der Sache ist, dass nahezu an der selben Stelle auf dem Rueckweg aus dem Park, ein weiterer Reifen von ihnen drauf ging! Vielleicht war's der selbe Stein ... :-/

Es war also ein voelliger Reinfall der Park. Ausser vielleicht, dass ich hier den ersten "Boab Tree" gesehen habe. Ich glaube, er wird (aus ersichtlichen Gruenden) auch Flaschenbaum genannt. Er waechst nur hier im nordwestlichen Australien. Ach ja: Ich bin nun in Western Australia (der Park liegt aber noch in NT).

Dienstag, 6. November 2007

Pionierarbeit


Heute abend hatten wir Glück, dass wir mit dem Wetter so ein Pech hatten ;)

Wir haben uns auf die 60km Strecke zu den (jetzt leider trockenen) Jim Jim Falls gemacht, die nur für Allrad zugelassen ist. Etwa 10km vor Ende gerieten wir in ein starkes Gewitter. Der Regen hielt eigentlich nicht lange an - der starke Schauer war nach 10-15 Min. schon vorbei, danach regnete es noch normal. Doch unser Pfad war im Nu mit Pfützen und Wasserlöchern übersäht und durchweicht. Zu allem Übel (oder sollte ich sagen, meinem Vergnügen) hat der Wind auch noch so an die 20 Bäumchen auf den Weg geworfen. Einige konnten wir von Hand wegschieben, doch an 3 oder 4 mussten wir tatsächlich mit Axt und Fuchsschwanz ran. Es war schon wirklich das ultimative Abenteuer, sich abends um 17:30h in der anbrechenden Dämmerung im Regen den Weg auf verschlammten sandigen Pfaden freizuhacken und -sägen. Aber wie schon früher erwähnt, wir sind wirklich für (fast) alles gerüstet; also keine Sorge. (Anbei 1-2 Videos von der Aktion - dort sieht es harmloser aus, als es live war ^^).

Also die Reise beinhaltet viele Strapazen (Wetter, Insekten, Pannen, ...), aber wir haben ja schließlich bewußt keinen All Inclusive Urlaub gebucht ;)

Montag, 5. November 2007

Kakadu NP







Unsere erste Station war der Kakadu NP, in dem wir insgesamt ca. 3 Tage verbracht haben. Die meisten Attraktionen hier sind auf asphaltierten Straßen zu erreichen. So z.B. Ubirr (s. Panorama). Aber wir haben uns natürlich auch ein paar ganz spezielle Strecken ausgesucht - doch dazu mehr im nächsten Eintrag ...

Es hat hier leider (vor unserer Ankunft) noch kaum geregnet und so ist die Vegetation weniger grün als angenommen. Lediglich Yellow Water ist ein wahres grünes sumpfiges Paradies (s. Foto mit mir drauf). Kakadu besteht im Wesentlichen aus dem Einzugsgebiet einiger großer Flüsse (Flachland), sowie Wasserfällen und Schluchten die aus dem Hochplateau ausgewaschen wurden (Jim Jim Falls, Maguk, ...).

Wir haben jeden Tag 2-3 kleine Wanderungen gemacht - doch die Schwüle ist schon schwer zu ertragen. Dazu kommen noch die inzwischen doch recht zahlreich vorkommenden Mosquitos. Täglich 5-10 neue Stiche sind keine Seltenheit. Und Fliegen gibts sowieso im Massen. Doch das ist eigentlich Gewöhnungssache. Es sind so viele Kleinigkeiten, die einen plagen, dass man sie eigentlich meist kaum noch war nimmt ;)