Mittwoch, 16. April 2008

Westküste









Hier habe ich mal alles 'Sonstige' im Westen zusammengefasst. D.h. der Weg von Queenstown im westlichen Landesinneren bis zur echten Küstenstrecke zwischen Greymouth und Westport.

Inzwischen zeigen die Laubbäume auch schon recht deutlich die Jahreszeit (Herbst) an und einige srahlen in schönem gelb und/oder rot.

Im Mount Aspiring NP auf der Strecke nach Haarst gibt es viele Wasserfälle und Regenwald. Um Haarst selber (übrigens World Heritage Area) dann viele Feuchtgebiete/Sümpfe.

Überhaupt ist es hier auf der Westseite (wie auch in allen Reiseführern angekündigt) sehr feucht und meine Freude über bisher gutes Wetter ist mittlerweile nach 2 Regentagen dahin. Einige Gebiete haben bis zu 8000mm Regen im Jahr; direkt auf der Ostseite dann teils "nur" 1500mm. (Das erklärt, warum zum Beispiel die Canterbury Flats so öde und trocken sind - so heisst das Gebiet, von dem ich am Anfang so enttäuscht war und was wohl tatsächlich das hässlichste von ganz NZ ist).

Die Küstenstrecke zwischen Greymouth und Westport erinnert mich stark an die 'Great Ocean Road' in Australien. Auch hier bilden viele Felsen und Inselchen im Wasser eine wilde Küste - allerdings fehlen die australischen Attraktionen wie Landbrücken, Höhlen und Tunnel.

Nahe Westport dann durfte ich noch einmal sogar eine ganze Seeotter-Kolonie bewundern (allerdings nur ein paar Minuten, dann goss es wieder in Strömen ...).

Also, wie immer: wenn die Sonne lächelt, ist's ne tolle Gegend. Wenn ...

Dienstag, 15. April 2008

Arthur's Pass


Tja, Arthur's Pass ist leider komplett ins Wasser gefallen. Bedeckter Himmel mit Schauern. Da auch die Aussichten für die nächsten 1-2 Tage keine deutliche Besserung versprachen, bin ich doch etwas enttäuscht wieder von dannen gezogen.

Eigentlich hatte ich vor den 2-Tage Trip über den Goat Pass zu wandern - wirklich schade, sah auch aus der Nähe und auch auf der Reliefkarte interessant aus und nicht zu lang ... :(

Auch der 'Standard-Trip' zum Gipfel "Avalanche Peak" machte bei Null Sicht natürlich keinen Sinn ... dafür waren die rauschenden Wasserfälle und angschwollenen Flüsse einigermassen interessant, wenn auch kein Ausgleich.

Montag, 14. April 2008

Fox Glacier & Franz Josef Glacier







Hier stimmte noch alles: schönes Wetter und ideale Bedingungen.

So gelang mir auch die bekannte "Postkarten"-Aufnahme am Lake Matheson mit perfekter Spiegelung des Mt. Tasman und Mt. Cook. Aufmerksame Leser werden sagen "Mt. Cook, den hatten wir doch schon!". Ja sicher, aber diesmal dürfen wir seine Westseite bestaunen ;)

Weiter ging es zum Fox Gletscher, wo ich die Gelegenheit hatte, die Abbruchkante des Gletschers aus der Nähe zu betrachten - auch wenn nix brach, als ich da war. Ist schon ein ganz schön fetter Klotz Eis :) Man konnte ihm quasi direkt ins "Maul" schauen, wo das Schmelzwasser austritt und in einem hundert Meter breiten Flussbett an gigantisch steilen Felswänden Richtung Meer strömt.

Den Franz Josef konnte man noch besser auf seiner ganzen Länge ins Tal schlängeln sehen. Das ist übrigens ein sehr dynamischer Gletscher, der mit bis zu 5m am Tag (!!) zu Tal saust. Bin ich dann lieber nicht so nah ran - nachher überfährt er mich noch, wenn ich mal ne Sekunde nich aufpasse 8-)

Freitag, 11. April 2008

Routeburn & Greenstone Track











Ca. 65 km habe ich die letzten 5 Tage zurückgelegt, doch leider lief dabei nicht alles glatt:

Der Routeburn ist ein sog. "Great Walk", d.h. man muss die reglementierten Hüttenplätze buchen (dafür gibt es dort dann aber sogar Ofen, Gaskocher, fließend Wasser und Toiletten mit Spülung). Soweit ging noch alles gut und auch der Transport ließ sich recht gut organisieren - ich habe mein Auto am Ziel abgestellt und bin mit Wassertaxi uns Bus zum Start des Routeburn (damit ich flexibel bin und am Ziel nicht auf irgendeinen Anschluss warten muss).

Das Wetter sollte die nächsten Tage schön sein, doch zunächst ging bei bedecktem Himmel los entlang kurzen Strecke bis zur ersten Hütte, die ich sogar ganz für mich allein hatte! Der zweite Tag war die Strecke durchs Gebirge - über den Harris Saddle (Pass) auf 1300m und weiter oben entlang bis zur anderen Seite des Gebirges. Doch der gesamte Aufstieg und Überquerung des Passes verlief in dickem Nebel, sodass vom gepriesenen Ausblick zunächst nichts zu sehen war; weder der Lake Harris noch die alpine Bergkulisse :( Auch eine Seitenroute zum Gipfel viel damit aus, da sinnlos.

Hinter dem Pass wurde es dann aber schnell klar und die Aussicht war sensationell. Doch der Schaden war leider schon angerichtet; Kurz vor Abend beim Abstieg zur Hütte war mir schon klar: ich werde krank :( Das Problem waren die ständig wechselnden Bedingungen; mal Sonne mal Schatten, mal steiler Anstieg dann wieder runter, mal kalter Wind dann wieder im Windschatten. Die gefühlte Temperatur schwankte im Minutentakt um 20° und mehr. Auch wenn ich mich mehrfach kleidungsmäßig angepasst habe, habe ich einige kühle Phasen wohl zu lange ausgesessen ...

Die zweite Nacht habe ich also mit Fieber und Halsschmerzen verbracht - war nicht weiter schlimm und am nächsten Morgen war ich wie üblich fast schon wieder gesund (auch Dank des Tees und Honigs, den Anja und Marion dabei hatten). Noch einen "Schon-Tag" hinten dran und ich wäre wieder fit gewesen, doch ich hatte ja noch 3 Wandertage und 40 km vor mir!

Glücklicherweise lieferte das Wetter von da an stets perfekten Sonnenschein, doch ich war weder in der Verfassung, die Nebenstrecken wie zum "Key Summit" zu gehen, noch den anstrengenderen Rückweg über den Caples Track (wie eigentlich geplant: der führt nochmal über einen kleinen Pass ins Gebirge), sodass ich mich für den im Tal ohne grosse Steigungen verlaufenden Greenstone Track für den Rückweg entschieden habe (im Notfall hätte ich am Ende des dritten Tages sogar an der "Divide" abbrechen können, hätte dann aber das Problem des Rücktransportes von der "falschen" Gebirgsseite aus gehabt ...).

Nunja, auch wenn ich nicht jeden Moment geniessen konnte und erst langsam wieder zu Kräften kam, muss ich sagen, war es eine sehr schöne Wanderung, unterstützt durch das sonnige Wetter. Am eindrucksvollsten war das kristallklare Wasser der Flüsse, das an tieferen Stellen türkisblau strahlt; die schönen Farben der Landschaft von teils blutroten Steinen, grüne Wiesen und Wäldern, gelbbraunen Grasbüschen, grauen schneebedeckten Bergen bis zu den türkisblauen Flüssen.

Zum Glück ist auch das Sandfly Problem nicht ganz so gross wie oft vermittelt - in der Nähe von Wasser gibt es einige, sonst aber wenige bis keine. Ich habe vielleicht einen Biss pro Tag bekommen, aber auch fast nie Repellant benutzt. Wenn man anfängt zu jucken wird's übel: viel schmerzhafter als Mückenstiche hat man bis zu einer Woche was davon.

Samstag, 5. April 2008

Milford Sound








Der Milford Sound ist wohl der bekanntest der Fjorde und der einzige, der mit dem Auto erreichbar ist. Hier endet/startet auch der berühmteste der "Great Walks" Neuseelands - doch die Great Walks muss man reservieren und teuer bezahlen und der Milford ist bis Ende April ausgebucht.

Gestern hat es leider den ganzen Tag geregnet, sodass ich nur eine kurz 45 Min. Wanderung im schützenden Regenwald machen konnte.

Doch heute dann war strahlender Sonnenschein bei blauem Himmel und neben einer anstrengenden 3 Stunden Kletterei zum Lake Marian konnte ich die eindrucksvoll 120 km lange Stichstraße zum Milford Sound genießen. Auf den Gipfeln lag vielfach noch Schnee und die Berge sind unglaublich steil und "roh". Bei diesem Wetter wirklich toll anzusehen und es gab viel zu fotografieren ;)

Donnerstag, 3. April 2008

Erste NZ Wanderung







Also, "erste" stimmt schon mal nicht ganz: ich habe vor einigen Tagen in der Nähe von Christchurch eine Wanderung um den Mt. Somers abbrechen müssen. Nach 2 Stunden hatte ich gemerkt, dass die Strecke viel steiler als gedacht war, dass meine Füsse immer noch nicht 100%ig fit waren und das die Gegend auch nicht gerade die schönste war - somit war ich damals nur kurze 3 Stunden unterwegs.

Doch diesmal hat es wunderbar geklappt. Ich habe mir eine eher unbekanntere Strecke direkt vor Manapouri (etwa 20km südlich vom Wanderzentrum Te Anau) ausgesucht. Das Wetter war absolut super - fast windstill und herrlicher Sonnenschein - sodass ich die Gelegenheit genutzt habe, sofort aufzubrechen.

Die 1,5-Tages-Strecke zum warmlaufen führte (nachdem ich vom Wasser-Taxi ans andere Flussufer gebracht worde war) auf einen 300m hohen Hügel macht phantastischem Ausblick auf einen der Seen im Fiordland. Ansonsten war der Weg relativ eben mit insgesamt nur 400m Steigung und führte durch tollen Wald, über ein paar Lichtungen und zwei Mal am See entlang.

In der Wanderhütte habe ich dann drei Jäger getroffen, die ihr Glück bei der Hirschjagd probiert haben und zum Anlocken einen kompletten Ghetto-Blaster mit aufgezeichneten Balzlauten mitgeschleppt haben! Naja schleppen ist übertrieben - DIE waren immerhin mit dem Motorboot zur Hütte gekommen ... War schon ne ulkige Truppe.

Die Hütten sind ganz OK - man hat wenigstens ne brauchbare Matraze und ein Dach überm Kopf. Aber selbst auf 200m über Null ist es nachts schon ordentlich kalt und ich habe in meinem Schlafsack meine lange Unterhose, eine normale Hose, meine Regenhose, ein T-Shirt, Pullover und eine Fleece-Jacke getragen (ach ja und ne Mütze und drei paar Socken) - so ging es gerade so mit der Kälte ... ich mag warme Länder irgendwie lieber ... ;)

Dienstag, 1. April 2008

Südküste







Die Südküste hat schon wieder einigeszu bieten:
ab Dunedin entlang der Ostküste und unten an der Südküste gibt es viele Strände mit Albatrossen, Ottern, Seelöwen, Delphinen, Pinguinen, etc. Das kann man als Tour buchen oder selber die Strände absuchen. Und tatsächlich hat mich der kleine Otter da nett angelächelt und eine Weile posiert ;)

Außerdem gibt es im Südosten wie schon erwähnt ein paar Regenwaldgebiete mit schönen Wasserfällen. Das hat mir dann wieder mehr zugesagt als die Steppe der vergangenen Tage.

Im Südwesten dann schließlich kann man einige Sümpfe und Feuchtgebiete besuchen, die obwohl meist künstlich angelegt, trotzdem sehr schön sind. Im Hintergrund sind schon die Berge der Westküste im berühmten Fiordland zu sehen. Dort werde ich dann einige Wanderungen machen.