Freitag, 16. Mai 2008

Mamanuca Islands / Mana Island






Heute bin ich von der Hauptinsel auf die Mamanuca's per Katamaran übergesetzt - genauer gesagt zu Mana Island.

Unterwegs ging es an etlichen kleinen Inselchen vorbei, einige kaum größer als die Unterkünfte, die darauf gebaut sind. Ist schon alles sehr idyllisch - so ein kleines Fleckchen Land mit Korellenriff drumherum mit nur ein paar Hütten drauf. (Die Infrastruktur ist allerdings besser als vermutet. Es gibt überall Strom und manchmal sogar Internet. Für meinen Geschmack schon zuviel.)

Alles ist wie immer sehr freundlich - Gäste werden z.B. stets von einer singenden Folkloregruppe empfangen und verabschiedet. Allerdings auch wie immer langsam - das Einchecken dauert schon mal ne halbe Stunde ... den restlichen Tag habe ich mit Schnorcheln verbracht.

Abends gabs dann Party-Programm. Naja teilweise ganz OK, doch später wurde dann die Musik auf 80 Dezibel hochgeregelt und ab da ist für mich mit tiefgreifenden Gesprächen Endstation. Habe mich mit Levin aus Deutschland sehr gut unterhalten, aber Frauen bei dem Lärm anzuquatschen (anzuschreien) geht ja schonmal gar nicht.
Note to myself: Cecilia. Lunch (after boat xfer), direct approach (scan & deliberate pick), nice talk, sweet eye contact :), not nerveous despite attraction!, invite Cast Away trip, invite snorkel -> no show :( mix-up @ party (limbo,dance,musical chair) ?!??

Donnerstag, 15. Mai 2008

Fiji (Nadi)






Ich bin etwas müde, aber heil auf Fiji angekommen und alles verlief eigentlich sehr problemlos. Die Zollkontrollen waren überraschend lachs - obwohl ich angekreuzt habe, dass ich Früchte und gebrauchte Wanderschuhe dabei habe, hat sich dafür niemand interessiert (die Banane habe ich aber natürlich vorher noch gegessen und nicht eingeführt. Das hat ja durchaus einen Sinn, dass keine Schädlinge auf die Insel kommen).

Die Fijianer sind wirklich sehr freundlich. Kaum durch den Zoll wurde ich begrüsst und gefragt wo ich übernachte; danach direkt zum Fahrer des Transferbusses geführt und schon war ich am Ziel des ersten Tages. Auch im Supermarkt entstand direkt ein Gespräch und die Mitarbeiterin des Reisebüros hat mich persönlich die paar Meter durch die Stadt geführt.

Die Straßen (hier in Hauptstadtnähe wenigstens asphalitiert - 80% der sonstigen Straßen sind Schotter) sind in recht üblem Zustand und es wird ständig Schlangenlinie gefahren, um den Schlaglöchern auszuweichen^^ Sprit ist für Fijianer übrigens mit 1,80 Fj$ (ca. 0,80€) recht teuer. Die Insel ist sehr grün (und zur Zeit auch recht schwül).

Die letzten Stunden (gestern) habe ich mit dem Planen und Buchen der nächsten Tage verbracht und dabei auch gleich die im Reiseführer erwähnte Gemächlichkeit der Fijianer kennengelernt. Irgendwie geschieht alles in Zeitlupe; da vergehen schon mal 5 Minuten bis eine Quittung ausgefüllt ist ... auch die Zeitlupenstudie des Festtackerns der Quittung zum Prospekt war beeindruckend. Aber das ist schon OK so, sonst wär Fiji nicht Fiji und kein Erholungsgebiet ;)

Heute habe ich einen in den buntesten Farben angemalten Hindu Tempel in Nadi besucht. Die Glaeubigen umrunden den Tempel und bieten Nahrungsmittel und Geldspenden als Gabe an die Goetter dar.

P.S.: Auf dem Flug habe ich übrigens ein faszinierendes Naturschauspiel gesehen. Wir flogen über eine ebene Wolkendecke und in der Wolkenschicht leuchtete ein prächtiger Regenbogen - nur war es kein Bogen, sondern perfekte konzentrische Kreise!! Wie die Ringe einer Zielscheibe und exakt in der Mitte der Schatten des Flugzeugs. Ein ganz erstaunlicher Anblick!
Ich hätte ja gern ein Foto davon, doch wir waren im Landeanflug und die Kamera im Compartment verstaut :(

Dienstag, 13. Mai 2008

Rangitoto Island






Im Osten von Auckland direkt vor der Kueste liegt eine kleine frische Vulkaninsel. Der Vulkan ist inzwischen erloschen, doch vor nur 600 Jahren hat er diese Insel erschaffen, von der aus man einen tollen Blick auf die Stadt Auckland und ihr Umfeld hat. Das Stadtzentrum erkennt man gut an dem spitzen hohen Turm.

Als Bonus gibt es noch eine kleine Seitenstrecke zu von Lava geformten Hoehlen. Und man kann dort durch einen insgesamt ca. 40m langen Tunnel gehen, der zum Glueck auf halber Strecke eingebrochen ist, sodass etwas Licht reinscheint - ich musste mich mit dem roten Autofokus-Sucherlaempchen meiner Kamera durcharbeiten ^^
Note to myself: Shame on you for what you did NOT do. Don't ask for it if you can't handle it. Wimp! Hesitation never pays !!! One moment of hesitation bears eternal regret. Is embracing improvisation a way out ? Is indifference the problem ? Too great an effort in light of uncertainty ? Or all just excuses ?? The answers may not even matter - if the memory of the consequences of hesitation is recalled vividly when need be. -- The smallest or most temporary gain or even none at all is worth every effort if only to avoid this regret ... At least TRY to be more impulsive and instinctive next time; your instincts are better than your brains!

Montag, 12. Mai 2008

Waitakere Ranges NP







Hier an der Kueste ist es durchaus oft recht sonnig und so konnte ich nochmal 1-2 Ausfluege ins Umland machen.

Im Westen von Auckland liegen die Waitakere Ranges und am Suedende gibt es eine wunderschoene Tagestour-Schleife von 4 Stunden, wenn man sich Zeit zum Fotografieren laesst - und ich sage Euch, da lief die Kamera heiss^^

Der Weg zurueck ueber die Huegel an der Kueste ist wirklich sehr eindrucksvoll - sowohl der Blick voraus auf das Sumpfland mit dem einsamen Felsen darin und die Felsen im Wasser, als auch die aeusserst abwechslungsreiche und vielfaeltige Vegetation am Wegesrand. Ich habe mal ein Foto dieser Vielfalt gemacht, mit den typischen Pflanzen, die hier so wachsen - Straeucher, Palmbaeume, Blueten, Farne, ...

Unten am Strand schliesslich laeuft man ueber schwarzen Sand - zu Staub zermalenes Vulkangestein. Also, super Tagesausflug von Auckland aus.

Mittwoch, 7. Mai 2008

Thermalgebiete












Mir war gar nicht klar wie vulkanisch aktiv Neuseeland ist. Auf der Suedinsel ist m.E. keine Aktivitaet zu sehen/finden, aber im Zentrum der Nordinsel ist wirklich die Hoelle los.

Die Vulkane im Tongariro NP sind ja schon noch aktiv (kleinere Ausbrueche z.B. in den 90ern), aber auf der Strecke von Taupa nach Rotorua dampft die Erde aus allen Poren. Links und rechts sieht man staendig oft zahlreiche Dampfsaeulen unterschiedlichster Groesse aus der Erde aufsteigen. Aus Aeckern, Waeldern, Wiesen, selbst Seen und Fluessen dampft es.

Relativ guenstig mit den warmen Elementen in Beruehrung kommt man fuer 5 NZ$ am "Craters of the Moon" und umsonst am Kerosine Creek (unausgeschlidert - letzte Strasse rechts vor Abzweig nach Waikaremoana). Am Crater of the Moon steigen auf einem halben km hunderte Dampfsaeulen auf; die groesseren sind extrem heiss und man verbrennt sich noch 2m ueberm Austritt daran. Der Kerosine Creek ist ein Bach mit Badepools; Nachteil der Thermalaktivitaet ist, dass es durchaus mehr oder weniger nach Schwefelwasserstoff stinkt. Es ist auszuhalten und nicht immer stark, aber manchmal und auf Dauer etwas gewoehnungsbeduerftig.

Es gibt auch einige Geysire; z.B. der "Lady Knox" bei Waiotapu oder der "Pohutu" bei Whakarewarewa. Da jedoch dickster Nebel war und die Sache mit 15 Euro Eintritt auch nicht ganz billig ist, war es mir das nicht wert. Doch kaum 5 Min. auf der Strasse unterwegs reisst der Nebel ploetzlich auf und es ist strahlender Sonnenschein ueberall um mich herum. Ich drehe mich um und erkenne, dass an dem Fleck wo ich die letzte Nacht und Vormittag war, quasi die einzige Wolke am Himmel hing! Ich musste doch herzhaft drueber lachen und mir viel nur ein "Gott, Du hast einen seltsamen Humor" (erinnerte mich irgendwie an das Lied "Lemmon Tree").

Da das Wetter nun so schoen war, habe ich auch mal 15 Euro fuer das Waimangu Valley springen lassen - wirklich sehr empfehlenswert! Hier gibt es alles auf engstem Raum: einen 53 Grad heissen dampfenden See, heisse Quellen und dampfende Baeche, kristallisierte und in den buntesten Farben strahlende Mineralablagerungen. Entstanden ist das alles durch einen immensen Ausbruch 1886, der leider die damals weltberuehmten weissen und pinken Terassen zerstoerte. Der letzte kleinere Ausbruch war 1973 (ca.) und zwischen 1900 und 1904 war hier der groesste Geysir der Welt: spuckte bis zu 400m hoch!

Es gibt natuerlich auch ueberall dutzende (unbezahlbare) Thermalbaeder und Schlammkuren. Also, wer nur wenig Zeit hat: Waimangu Valley und Geysire bei Whakarewarewa anschauen.

P.S.: Die Fotos koennen die Lebendigkeit und Aktivitaet um einen herum nur schlecht darstellen, ich habe einige tolle Videos, die ich aber nicht posten kann :(

Sonntag, 4. Mai 2008

Te Urewera NP / Lake Waikaremoana







Der 4-5 Tagestrip um den See ist auch ein Great Walk, den ich machen wollte. Leider regnet es kontinuierlich (und das heist wirklich 24-36 Stunden ohne auch nur eine Minute Unterbrechung).

Ich habe mir die Gegend dennoch mal angeschaut auch wenn ich dafuer 70-80km ueber Schotterstrasse musste. Das Eindrucksvollste sind natuerlich jetzt die gigantisch angeschwollenen Fluesse. Was sonst ein kleiner Bach ist ergiesst sich nun in tosenden Wasserfaellen die Klippen hinunter.

Ob der Walk wirklich so toll ist, kann nicht nicht wirklich einschaetzen. Bestimmt nicht schlecht, der Wald erscheint schoen, aber wer wenig Zeit hat findet sicher ein besseres 5-Tagesprogramm (z.B. in der "thermalen Zone" um Rotorua).

P.S.: Die Tierbilder sind von einem anderen See, aber ich wollte mal wieder ein bisschen was Lebendiges posten ;)

Donnerstag, 1. Mai 2008

Tongariro NP







Auch die in der Nähe befindliche Wanderung am Berg Tongariro (das "Tongariro Crossing" gilt als die schönste Tageswanderung Neuseelands) ist wegen Null Sicht und Schnee zur Zeit nicht möglich (Schneefallgrenze sinkt z.Z. von 3300m auf 1000m).

Einer der drei Berge dieses Nationalparks (direkt neben dem Mt. Tongariro, aber mir unaussprechlichem Namen) ist uebrigens der "Schicksalsberg" aus dem Herr der Ringe Film.

Hier schon mal ein Luftbild der Gegend, um einen Eindruck zu vermitteln wie spektakulaer diese aktive Vulkangegend ist.

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Update:
Nachdem der als beste Tag angepriesene Sonntag sich nun als der schlechteste herausgestellt hat (Schnee ueber 1200m, 100% bedeckter Himmel, kalt, regnerisch), habe ich nach ca. 4 Tagen in dieser Gegend entgueltig aufgegeben und ziehe weiter Richtung Osten. Aber auch dort ist fuer die naechsten Tage Dauerregen angesagt.

Die Berge sehen jetzt schneebedeckt von Weitem natuerlich ganz schoen aus und ich habe auch einen kurzen Trip durch den Schnee gemacht, aber das Crossing ist bei der Kaelte und dem Wind nicht moeglich. Ausserdem ist das Besondere hier ja die Farbenpracht der Landschaft (Vulkanfelsen in rot, braun, gelb, schwarz mit tuerkisen Seen). All das ist jetzt von Weiss verdeckt.

Also, merke: Nicht spaeter als April nach Neuseeland gehen, es sei denn man hat Skier eingepackt ;)